Erfolge messen lernen
Erfolg: schon wieder so ein schwammiger Begriff. Was ist Erfolg? Viel Geld verdienen? Die Karriereleiter nach oben fallen? Ist einer erfolgreich, den besonders viele Menschen mögen – oder einer, den gar keiner mag, der sich aber trotzdem pudelwohl fühlt? Genau wie Wachstum gehört «Erfolg» zu diesen inflationär umhergeworfenen Begriffen, unter denen sich eigentlich niemand richtig etwas vorstellen kann.
Erfolg messen heisst Ziele setzen
Wenn man Erfolg hat, wird man’s schon merken. Dieser Ansicht scheinen viele zu folgen – und verirren sich dabei gründlich. Denn Erfolg ist eine Sache der Definition. Wenn Sie nicht von vornherein die Selbstreflexion aufbringen und festlegen, was Ihre ganz persönliche Auffassung von Erfolg ist, werden Sie Ihr Leben lang irgendwelchen diffusen Vorstellungen hinterherlaufen und niemals merken, wenn Sie Ihre Ziele erreichen – weil Sie keine gesetzt haben. Denn Erfolg hängt eng mit persönlichen Zielen zusammen.
Und für Unternehmen heisst das…?
Im Falle eines Unternehmens ist es ganz genauso. Da sind es allerdings nicht die persönlichen Ziele, an denen sich der Erfolg misst, sondern das Unternehmensziel ist der Massstab aller Dinge. Welches Selbstverständnis hat ein Unternehmen von seiner Aufgabe, was strebt es an? Und vor allem: Welche Strategie hat es zur Umsetzung dieser Ziele entworfen? Erfolg ist, wenn man es praktisch betrachtet, ein eng umgrenzter Rahmen – nur müssen Sie diesen Rahmen eben selber basteln. Es gilt also, ein Unternehmensziel zu definieren und eine Strategie auf die Beine zu stellen, diese umzusetzen. Besonders einfach wird es natürlich dann, wenn Sie Ihr Ziel so definieren, dass Sie an simplen Indikatoren festmachen können, wie erfolgreich Sie sind: am Unternehmensumsatz zum Beispiel, am Kundenfeedback oder an der Mitarbeiterzufriedenheit.
Über Erfolg lässt sich nicht streiten?
Übrigens betrachtet gerade die Wissenschaft Erfolg als mehrdimensionales Konstrukt. Heisst auf gut Deutsch: Wenn Ihr Unternehmen massiven Umsatz generiert, aber Ihre Mitarbeiter alle an Burnout leiden, sind Sie zwar in einer Dimension – nämlich der finanziellen – sehr erfolgreich, in der anderen – der Unternehmenskultur – dagegen ziemlich rabiat. Was für eine Art von Unternehmen Sie führen wollen, liegt natürlich bei Ihnen, doch auch gute Mitarbeiter gehören zu Ihrem Kapital. Viele Unternehmen legen deshalb Ihre Ziele auch in mehreren Dimensionen fest: Wir wollen dann und dann so und so viel Umsatz erwirtschaftet haben, und die Grundlagen unserer Unternehmenskultur sollen diese und jene sein.
Schritt für Schritt
Erinnern Sie sich an das, was ich über gesundes Wachstum gesagt habe: Gesund wachsen kann nur, wer seine Ressourcen effektiv verwaltet, seine Mitarbeiter für die Sache begeistern kann und realistisch einzelne Etappen plant. Und ebendiese Etappen bringen Sie Schritt für Schritt Ihrem Ziel näher, wenn Sie konsequent daran arbeiten. Deshalb sind die konstante Überprüfung Ihrer Strategie und die Feststellung, ob und wann Sie Ihre einzelnen Etappenziele erreichen, Ihre besten Messinstrumente für den Erfolg. Die Strategie muss natürlich flexibel bleiben: Wenn Sie merken, dass Sie damit keine Erfolge einfahren, also Ihre Etappenziele in weite Ferne rücken, sollten Sie sie angleichen. Doch bei alldem gilt für Erfolg vor allem eines: Er ist planbar – Sie haben Ihren Erfolg selbst in der Hand.
Wie messen Sie in Ihrem Unternehmen Ihre Erfolge? Kommt es Ihnen auf den Erfolg des Einzelnen oder den Erfolg des Unternehmens an?
Tags:Befähigung, erfolg, erfolgreiche Zukunft, Erfolgsfaktoren, Erfolgsgeheimnis, ziele
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