Excellence-Talk – Konzept und Planung

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Wir Menschen sind soziale Wesen. Nur wer sich wirklich mit einem Gegenüber 1:1 unterhält, kann in Interaktion mit dem Gegenüber treten. Wir leben in einer Zeit, da wir sehr stark über E-Mails und Chats kommunizieren.

Leider beziehen sich die Antworten der Botschaften nicht immer auf das, was gesendet worden ist. Jeder bläst seine eigene Meinung ins Netz, mit dem Ergebnis, dass wir aneinander vorbei reden und jeder in seiner Blase hängen bleibt.

Transkript des Youtube-Videos. Sprachlich bereinigt.

Marina Bueckle: Wir sind heute zum Excellence-Talk hier zusammen gekommen. Du hast den Excellence-Talk ins Leben gerufen. Eine richtig reale Unterhaltung im virtuellen Netz. Erzähl Mal, wie bist du drauf gekommen?

Bruno Birri: Ich habe 2014 begonnen, mein Coachingprogramm ins Internet zu schieben und da habe ich schnell realisiert, dass damit auch virtuelle Kommunikation verbunden ist. Kommunikation in sozialen Netzwerken. Es wird auch mit Videos gearbeitet, und jeder bläst seine Botschaft heraus. Doch was dabei zurückkommt, ist ein E-Mail oder ein Kommentar in Youtube usw. Was wir jedoch sind, also wir zwei, wir sind soziale Wesen und wir reden miteinander. Reden miteinander heisst, wir reagieren auf das, was der andere sagt. Und man kann schlecht vorbereiten, was man antwortet. Das sind ja Wechselbeziehungen. Wenn ich dann sehe, was da rein geblasen wird, welcher Blödsinn zum Teil, und was zurück kommt, so ist das unglaublich, weil ganz andere Botschaften zurückkommen, und ohne Zusammenhang mit den ursprünglichen Botschaften sind. Ein Dialog findet nicht statt. Es sind meist Einweg-Botschaften.

Marina Bueckle: Da gibt es Menschen im Netz, die haben 3000 Freunde in Facebook, sind aber ganz ganz einsam und sitzen den ganzen Tag vor dem Computer und haben dabei ja gar keine echte Kommunikation und wissen gar nicht, dass sie vereinsamen. Das kann uns ja nicht passieren, weil wir miteinander reden – und ich rede ja besonders gerne.

Bruno Birri: Es gibt Leute, die reden gerne und es gibt Leute die reden und reden. Es gibt da einen Witz von Dieter Hildebrand.

Da sagt der eine zum anderen. Du, meine Frau, die redet und redet. Ja was redet sie denn? Ja, das sagt sie nicht.

Ich denke, in unserer Kommunikation sollte es auch um Inhalte gehen, und so wie ich dich kenne, hat das ja viel mit Inhalt und Kompetenz zu tun, weil du dich ja vielfach auf diesen Bühnen bewegst und moderierst und mit Leuten zusammen bist, wo es um Kommunikation geht und um Dialoge. Darum finde ich es wichtig, dass wir diesen Excellence-Talk machen und uns im Gespräch inspirieren. Es geht nicht darum, dass einer ein Gespräch dominiert und führt, sondern es ist eine Wechselbeziehung, ein Gespräch, das sich entwickelt.

Marina Bueckle: Ein nettes Geplauder zu einem bestimmten Thema!

Bruno Birri: Ein nettes Geplauder zu einem bestimmten Thema. Aber nicht ein banales Geplauder, sondern ein Geplauder mit substanziellem Inhalt.

Marina Bueckle: Damit die, die zuhören und zugucken, auch etwas haben davon.

Heute bin ich da und mache die Moderation in der ganzen Sache. Aber du wirst dich auch mit anderen Leuten treffen, die interessante Sachen zu erzählen haben. Sag mal, was hast du so geplant? Was sind das für Leute, mit denen du dich triffst im Excellence-Talk und mit denen du dich unterhalten kannst?

Bruno Birri: Es sind Leute, die etwas zu sagen haben. Wenn ich sehe, wie viele Leute in den Unternehmen tätig sind und tagtäglich ihre Arbeit verrichten, ohne Leidenschaft, einfach arbeiten und ich sehe, was da hinten dran steckt, so staune ich immer wieder. Ich habe mit Mitarbeitern in Unternehmen Kontakt gehabt, die haben nach Feierabend unglaubliche Projekte gestemmt, waren in Vereinen aktiv und haben sich da engagiert. Doch die Arbeit diente nur dem Gelderwerb.

Das reicht heute einfach nicht mehr aus. Es geht einfach nicht mehr, dass die Unternehmen Mitarbeiter mitschleppen, die nur fürs Salär da sind.

Ein Unternehmen und ein Unternehmer müssen den Anspruch haben, dass der Mitarbeiter mindestens sein Geld wert ist. Das muss der Mitarbeiter realisieren, dass das Gehalt mit einer Gegenleistung verbunden sein muss. Dienst nach Vorschrift geht nicht.

Marina Bueckle: Das ist die eine Seite. Doch sieh mal auch den Mitarbeiter. Ich weiss das von mir, wenn ich etwas mache, das mir Spass macht, wo ich selber etwas entscheiden und selber Verantwortung übernehmen kann, dann macht mir das viel mehr Spass. Da mache ich das viel lieber. Vor allem, wenn ich etwas lieber mache, so mache ich es auch gut. Und da hat der Unternehmen auch wieder was davon, wenn der Mitarbeiter begeistert ist. Also Leidenschaft ist vielleicht noch etwas übertrieben, aber wenn er einen Funken Leidenschaft hat für das, was er tut, ist das doch toll. Und es bringt das Unternehmen weiter.

Bruno Birri: Das ist ein wichtiges Thema. Das hat in diesem Talk ganz sicher auch Platz. Es geht darum, dass der Mitarbeiter Raum hat, sich im Unternehmen zu entfalten. Dass der Mitarbeiter im Unternehmen nicht einfach als manövrierbare Masse betrachtet wird, den man hin und her schiebt. Sondern der Mitarbeiter als Individuum gesehen wird, der dahin gelockt wird, sag ich mal, wo er sein Potential entfalten kann. Damit das Unternehmen weiter existieren kann.

Marina Bueckle: Das ist ein super guter Ansatz. Manöverierbare Masse. Das hört sich ganz schlimm an. Wer möchte schon manöverierbare Masse sein?

Bruno Birri: Ja, die Frage ist: Werder ich manövriert? Werde ich gelebt? Wer sorgt dafür, dass ich in meinem Leben die Chance bekomme, mich zu leben, meine Ideale und meine Ziele zu erreichen? Das bin nur ich. Nicht der Chef. Niemand anders. Ich bin für meine Entwicklung verantwortlich. Aber das Unternehmen muss den Rahmen, den Raum und die Strukturen schaffen, dass das möglich ist. Der Inhalt gehört mit.

Marina Bueckle: Da muss ich jetzt mal was erklären. Du machst Persönlichkeitsentwicklung seit vielen vielen Jahren und du machst das ganz toll. Dein Anliegen ist es, diese Persönlichkeitsentwicklung für ambitionierte Mitarbeiter und für Unternehmen zu machen. Damit A, das Unternehmen den Benefit hat und was dir vor allem ganz ganz wichtig ist, dass B vor allem der Mitarbeiter auch was davon hat, wenn er sich entwickelt und es ihm Spass macht. Das ist eine ganz tolle Sache.

Bruno Birri: Das ist ein Thema, das hier platziert wird. Wir können das nicht auswalzen und ausbreiten. Aber Persönlichkeitsentwicklung ist ein wichtiges Thema. Und ich sage, Unternehmen werden über Menschen entwickelt und so muss man zuerst Menschen entwickeln, bevor man Unternehmen entwickeln kann. Also, welcher Mitarbeiter hat welche Aufgabe zu erfüllen? Nicht alleine die Aufgabe aufgrund des Stellenbeschriebes und des Aufgabenbeschriebes. Sondern bezüglich der Aufgabe, die er in der Gesellschaft erfüllt. Im Unternehmen ist er auch Teil der Gesellschaft. Also, welchen Anteil trage er im Unternehmen zum Wachstum bei?

Ich komm immer wieder aufs Gleiche zu reden. Es ist wichtig, dass der Mitarbeiter einen Anteil zur Entwicklung des Unternehmens leistet. Es reicht nicht, ein paar schöne Sprüche ins Leitbild zu schreiben.

Die Leitbilder sind sowieso alle falsch geschrieben. Denn Leitbild schreibt man mit D. Leidbild.

Marina Bueckle: Hast du einen Wunsch, wen du mal hier sprechen möchtest?

Bruno Birri: Namen möchte ich keine nennen. Es gibt Leute, die ich auf dem Radar habe. Im Spass 🙂  Was interessant wäre, wenn du mal zur Verfügung stehst. Das wäre auch mal ein Thema, dass ich dich da mal auseinander nehme. Dass ich dich hier mal abkoche. Dass da mal das Innerste nach Aussen gekehrt wird. Dass wir mal Frühjahrsputz vor der Kamera machen.

Marina Bueckle: Du redest über Erwachsene, über Menschen, die schon lange in einem Prozess sind. Was ich mir da schon mal überlegt habe: Jugendliche haben oft auch das Problem, weil sie nicht wissen, was sie machen sollen? Wofür stehe ich? Was ist mein Weg? Was begeistert mit überhaupt? Die haben nichts, wo sie sich festhalten können. Wäre das nicht auch mal ein Ansatz? Vielleicht machst du mal was mit Jugendlichen.

Bruno Birri: Weisst du, das hab ich auch schon mal gedacht. Doch du brauchst für das Thema Persönlichkeitsentwicklung auch eine gewisse Reife im Leben. Und ich denke, dass es auch wichtig ist für Jugendliche, sie der Suche auf ihrem Weg, einfach machen zu lassen. Die finden den Weg dann schon und irgendwann sind sie bereit und lassen sich unterstützen. Ich denke auch, die ganze Thematik Persönlichkeitsentwicklung bedingt auch eine gewisse Lebens-Reife. Und es bedingt auch, dass man eine gewisse Endlichkeit wahrnimmt. In meinem Alter ist nicht mehr alles möglich. Ich habe unter Berücksichtigung des biologischen Abbauprozesses vielleicht noch 40 Jahr vor mir. Und ich gebe 40 Jahre Gas. Doch Spass beiseite. Ein 20-jähriger hat dieses Gefühl nicht. Ein 20-jähriger existiert in einer anderen Welt.

Wenn ich sehe, mit deinen Jungs, wie konzentriert und zielorientiert die in die Welt raus gehen, das ist unglaublich. Die haben das irgendwo gelernt.

Marina Bueckle: Das ist auch das, was ich im Kopf hatte, was mir eingefallen ist. Die sind jetzt glücklich. Sie wissen jetzt, wo ihr Fokus ist. Wo ihre Leidenschaft ist. Wo es Sinn macht, sich zu engagieren. Viel Zeit rein zu stecken. Hart zu arbeiten. Obwohl sie noch gar keine Früchte tragen. Sie sehen das Ziel und sind jetzt sehr, sehr glücklich. Und das war vorher nicht der Fall. Sie sind rum gedümpelt. Sie haben hier studiert, sie haben das probiert. Sie haben jetzt ihre Berufung gefunden. Auch wenn es nur für drei Jahre ist.

Bruno Birri: Also, als Summary: Es geht im Excellence-Talk um Menschen, die etwas zu sagen haben und die vielleicht irgendwo in einer Ecke hocken und nicht wahrgenommen werden. Doch auch eine Botschaft haben. Das ist mir wichtig, dass so Leute auch eine Bühne erhalten. Schauen wir mal, wie es sich entwickelt.

Marina Bueckle: Ich danke dir für das tolle Gespräch und ich kann allen verraten, es wird weitere Excellence-Talks geben zu irgendeinem tollen Thema.

Desc: Excellence-Talk. Ein spannendes Konzept für Menschen, die etwas zu sagen haben. Werte leben, inspirieren und begeistern. Alles ist  möglich.

Interview:

Marina Bueckle, www.marine-bueckle.de.

 

 

 

 

 

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