Automatisierung – wo führt das hin? Handeln Sie!

Automatisierung

Automatisierung – wo führt das hin?

Verrückt: Alles, was man sich vorstellen kann, lässt sich automatisieren. Aber auch wirklich alles.

Und ist das immer auch zum Vorteil des Menschen und wie sollen wir uns da verhalten?

Ich hatte ein Erlebnis, das mich extrem beeindruckt – aber auch genau so extrem nachdenklich gemacht hat.

Mit unserem Marketing-Club besuchten wir hier in Basel das sehr bekannte Musikhaus www.musikhug.ch.

Dort stehen Steinway Flügel und die spielen Werke, ohne dass ein Mensch daran sitzt.

Doch der Flügel klimpert nicht einfach so vor sich hin, wie man das von Musikautomaten gewohnt ist.

Nein, da spielen weltberühmte Pianisten, die schon lange gestorben sind – wie etwa Vladimir Horowitz – Werke von Rachmaninow, Chopin, Beethoven etc.

Auf dem Tablett wird das Werk angesteuert und dann lehnt man sich zurück, die Tasten beginnen sich zu bewegen – und man beginnt zu träumen und zu staunen.

Wie ist das möglich?

Ich habe nicht das technische Verständnis, die ganzen Zusammenhänge zu erklären.

Doch nur so viel:

Von existierenden Aufnahmen von alten Meistern wie Vladimir Horowitz werden Programme geschrieben, die den Künstler auf dem Flügel 1:1 nachspielen. So wie wenn der Horowitz vor Ihnen sitzt.

Für mich war das so extrem faszinierend, dass ich dieses Erlebnis nicht für mich behalten kann. Auch für mich behalten will ich nicht, was es in mir auslöst.

Eingangs habe ich geschrieben:

Ich hatte ein Erlebnis, das mich extrem beeindruckt – aber auch genau so extrem nachdenklich gemacht hat.

Was hat mich denn bezüglich Automatisierung nun so nachdenklich gemacht?

Ja, es sind diese fast grenzenlosen Möglichkeiten, die sich mit der Automatisierung auftun. Alles, auch wirklich alles, was man sich vorstellen kann, lässt sich in Zukunft automatisieren.

Was das für Auswirkungen haben wird, ist im Moment nicht absehbar, doch wenn ich mich tiefer damit befasse, dann komme ich zum Schluss, dass auch Sie sich darüber gedanken machen sollten.

Wenn nun mein Thema „Persönliche Excellence-Entwicklung“ ist, …

… dann muss ich hier auch wirklich und ernsthaft hinterfragen, was damit gemeint ist. Für mich ist es das Bestreben, immer besser zu werden und sich immer und immer wieder zu hinterfragen bezüglich seinem Verhalten und den Ergebnissen, die aus diesem Verhalten resultieren.

Doch das reicht nicht mehr aus.

Sich persönlich in eine excellente Richtung zu entwickeln, muss – und das sage ich jetzt in dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe – auch an Begrenzungen gebunden sein.

Darf ich alles automatisieren, machen und tun, was ich will und mir vorstelle?

Darf ich beispielsweise Verkaufsprozesse so automatisieren, dass der Kunde und Käufer einen Kauf ohne menschliches Zutun tätigt?

Wir erkennen heute schon, die fast perverse Orientierung der Verkäufe von digitalen Produkten, die nur über exzessive und psychologisch optimierte Verkaufsprozesse Abschlüsse erzielen.

Und dies ohne, dass sich da jemand an Kundenzufriedenheit orientiert. Dafür interessiert sich niemand, weil das, was wirklich interessiert, nur die Coverversion ist.

Diese wird optimiert und optimiert. Eben, wie Prozesse optimiert werden.

Es ist ein einfaches Beispiel und hier nur deshalb erwähnt, weil ich mich in einem Umfeld bewege, wo digitale Produkte eine Rolle spielen.

Und weil ich die Zahlen kenne.

Etwa, dass ein bekannter Internet-Marketer sagt, dass 95 % dessen, was er verkauft, nicht umgesetzt wird.

Doch verlassen wir diesen Umweg wieder. Ich denke, Sie verstehen, was ich meine. Sie machen ähnliche Erfahrungen, da bin ich mir sicher.

Aber eines ist mir klar. Durch das Schreiben dieser Zeilen ändert sich nichts. Es bedeutet für mich eine halbe Stunde Arbeit und eine halbe Stunde, das Ergebnis ins Web zu schiessen.

Auch ich lebe diese Automatisierung.

Meine Gedanken lasse ich mir nicht nehmen und stelle mir die Frage:

Wie sieht es in 20 oder 30 Jahren aus, wenn ich Politiker wähle, die in Wirklichkeit nichts anderes als Künstliche Intelligenz sind? Also Roboter.

Es sind Szenarien, die existieren und aufzeigen, dass nichts an Grenzen gebunden ist.

Oder wie beschäftigen wir Menschen, die “dank” der Automatisierung aus dem Raster fallen und einfach unnütz da sein werden.

Wo sind die Gewerkschaften, die sich endlich um die Zukunft kümmern und nicht alleinig darum, wie die Arbeitszeit weiter verkürzt werden kann. Vielleicht sind ja genau diese Forderungen nach Verkürzung der Arbeitszeit ein Treiber zur Automatisierung.

Macht euch doch mal auch darüber Gedanken. Beginnt die Gegenwart zu verlassen und beginnt Szenarien für die Zukunft zu entwickeln.

Ein bekannter Financier wurde mal gefragt, was er von Ethik halte. Seine Antwort:

„Das interessiert mich nicht, damit kann ich nichts kaufen“

Meine Frage an Sie bezüglich Automatisierung, frei nach Faust’s Gretchenfrage und egal, ob Sie digital oder analog unterwegs sind: „Wie halten Sie es mit der Ethik.“

2 Gedanken über “Automatisierung – wo führt das hin? Handeln Sie!

  1. Hallo Bruno

    vielen Dank für Deinen gestrigen Besuch bei uns und Deine Gedanken dazu.

    Ich selbst habe mir diesbezüglich genau in diese Richtung schon vor Jahren Gedanken gemacht und ein Buch darüber geschrieben.
    “Der Tag nach dem 31. Dezember”
    Ich behandle dort in Romanform viele Fragen.

    Vielleicht findest Du dies ja spannende genug um darin zu lesen.

    Der zweite Band der “Saga” ist bereits fertig ud der dritte in Arbeit:-)

    Liebe Grüsse
    Roland

    1. Ja, Roland, es war eindrücklich. Zu deinem Buch: Wenn du mir einen kurzen Abriss hast, dann schau ich mir das gerne an. Denkbar ist dann, dass ich das Thema als Artikel in meinem blog rein nehme.

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